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Feb 28 2014

Poker Basics einer Frau

Pokern in Deutschland

Noch vor einigen Jahren war Poker wenig populär in Deutschland. Größtenteils verschwand das Kartenspiel sogar aus den deutschen Casinos, wurde aber in kleineren Spielstätten im Nachbarland Österreich weiter betrieben. Man könnte quasi sagen, dass Poker in Deutschland kaum existierte bis der Fernsehsender DSF im Jahr 2005 mit der Übertragung von Poker Turnieren begann und somit einen wahren Poker Boom auslöste. Weitere Nischensender folgten diesem Beispiel, entwickelten ihre eigenen Poker Programme und schon bald tauchten nach und nach diverse Poker Webseiten auf. Der Bekanntheitsgrad jener Seiten stieg durch Sponsoren und zielgerichtete Werbung, bis Bwin.party digital entertainment 2013 die bisher größte Marketing-Kampagne für ihre Poker Plattform partypoker in Deutschland startete. Diese wird durch die Agentur Tribal DBB betreut und umfasst TV Spots, Print- und Online-Anzeigen. Laut der GPPA (German Poker Players‘ Association) gibt es mittlerweile mehr als 5 Millionen deutschsprachige Poker Spieler. Die GPPA organisiert zudem auch private Poker Events und unterstützt ein nationales Team der Poker Liga. Doch trotz all der Popularität von Poker in Deutschland, denken die meisten Leute immernoch, dass Poker ein reiner Männersport ist. Eine Studie, durchgeführt von Leinert Consult, zeigte jedoch, dass der durchschnittliche europäische Pokerspieler männlich (zu 73,8%) und zwischen 26 und 35 Jahren alt ist. Und mit einem 32%igen Anteil verfügt Deutschland über mehr weibliche Spieler als die restlichen europäischen Länder. Offiziell sind sich Frauen und Männer am Pokertisch ebenbürtig. Frauenfeindlichkeit und Vergleichbares sollten an den Tischen keinen Platz haben, existieren zum Teil aber leider dennoch. Vielleicht liegt es daran, dass Männer nicht gegen Frauen verlieren wollen oder können, doch gerade das ist es, was Frauen als Teil ihrer Pokerstrategie gegen ihre Mitspieler einsetzen können.

Unterschätzt werden

Auch Frauen spielen Poker

Immer mehr Frauen pokern

Eine Frau, die durch ihre männlichen Gegner (oftmals) unterschätzt wird, kann am Pokertisch sehr gefährlich werden. Spielt sie einen ausgewogenen Mix aus loose (sprich: sie spielt „locker“ und geht viele Hände mit) und tight (sprich: wenige Hände spielen, dafür aber gut ausgewählte), so wird sie für ihre Mitstreiter nur schwer lesbar und kann daraus einen Vorteil ziehen. Durch Körpersprache und anfängliches, gespieltes Zögern, können Frauen quasi routinemäßig vor dem flop bluffen, sollten dabei aber niemals auf eine schwache Hand setzen.

Aggressiv spielen

Die Schauspielerin und Pokerspielerin Jennifer Tilly gehört mitunter zu den bekanntesten weiblichen Spielern im Poker Genre und sie nutzt ihre aggressive Spielweise um sicherzustellen, dass sich ihre Gegner bereits vor dem Flop von den eigenen Karten trennen und dadurch garnicht erst die Chance erhalten zu „limpen“. Die meisten professionellen Spieler bevorzugen das Heads-Up, bei dem man, wie der Name schon sagt, bloß zu zweit „im Topf“ ist und gemeinsam bis zum river um den Pot „kämpft“. Mit einer guten Hand erhöht das aggressive Wettverhalten zudem den Wert der eigenen, starken Position am Tisch, darum sollten sich Frauen nicht zu nett oder gar vorsichtig geben. Jennifer Tilly zählt zwar nicht unbedingt zu den besten Spielerinnen weltweit, setzt ihr Wissen, ihre Poker Aggressivität und ihre Körpersprache größtenteils aber richtig ein und konnte dadurch auch bereits große Erfolge verzeichnen, wie beispielsweise ein goldenes Armband bei der WSOP.

Körpersprache einsetzen

Frauen sind auch deshalb am Pokertisch gefährliche Gegner, weil viele von ihnen die Fähigkeit besitzen, die Körpersprache des anderen zu deuten bzw. zu lesen, wie man so schön sagt. Dabei sollten sie aber auch darauf achten, selbst ein Pokerface zu wahren und sich auch ansonsten nicht selbst zu verraten. Emotionen müssen beim Poker im Zaum gehalten werden um keinen Read auf das eigene Verhalten zu riskieren. Sich nicht zu offenbaren und die Männer im Dunkeln tappen zu lassen – damit legt man schon einen kleinen Grundstein für erfolgreiches Poker spielen.

Wer gut spielt, gewinnt große und kleine "Pötte"

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2 Kommentare

  1. MestraYllana

    Kommt mir glatt ein bisschen so vor, als wäre es beim Pokern ähnlich wie beim Fischen, da wird man als Frau ja auch nicht für voll genommen und wenn man mal einen Fisch an Land zieht, dann hatte man ja eh „nur Glück“!

    1. Denise

      Auch wenn ich persönlich herzlich wenig Ahnung vom Fischen habe, zumindest im herkömmlichen Sinne, kommt das bestimmt gut hin. Beim Pokern spricht man dafür auch von Fischen und Haien, das verhält sich ähnlich. :P Aber es stimmt schon, dass man gerne mal belächelt wird und sowieso alle glauben, dass man keinen Plan hat. Das kann man aber gut ausnutzen..wie heißts bei der Katzenberger doch so schön: Sei schlau, stell dich dumm. ;)

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